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Liedermacher Doggi

Unter dem Motto "Persönlichkeiten hautnah" lädt die Landesberufsschule "Emma Hellenstainer" immer wieder interessante Gäste zu einem Austausch mit Schüler/innen ein. Ende Februar nahm der Brixner Liedermacher Markus "Doggi" Dorfmann Platz auf dem gemütlichen Sofa in der Schulbibliothek.

Gleich zu Beginn gab er ein Lied zum Besten und die rund 40 Jugendlichen waren begeistert. Dann erzählte er von seinem schulischen und beruflichen Werdegang. Nach dem Sportstudium hat er sich zwei Jahre als Lehrer versucht. Weil ihm das allerdings nicht so recht gefiel, packte er seine sieben Sachen und machte sich auf nach Wien. Musik und seine Bassgitarre waren schon immer sehr wichtig für Doggi, also war das Musikstudium der logische neue Weg.
Erst mit 40 Jahren entdeckte er sein Talent für das Verfassen von Texten und so wurde aus dem Musiker der Liedermacher. Seine Songs handeln von ganz alltäglichen Dingen, besonderen Erlebnissen, aber auch von Personen des öffentlichen Lebens. Allen gemeinsam ist trotz des vordergründigen Humors die Tiefe sowie (sozial)kritische Elemente. Meist singt der Doggi in Dialekt, obwohl er durchaus auch andere Sprachen auf Lager hat und ein Lied in "perfektem" Spanisch vorträgt.
Für Markus Dorfmann ist die Freude am Tun grundlegend. Neben seiner musikalischen Karriere arbeitet er auch als Shiatsu- und Yogalehrer und hält Workshops. "Wenn ich die Freude an meiner Arbeit verlieren würde, wäre ich sofort bereit, etwas Neues zu versuchen. Deswegen ist es wichtig, dem Leben und neuen Wegen offen zu begegnen und etwas zu wagen."
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Der Spaß an der Musik und der Mut zum Risiko hat ihn gemeinsam mit dem Zeichner Jochen Gasser sogar zur ORF-Fernsehsendung „Die große Chance“ gebracht.  Doggi sang und Jochen stellte das Gesungene zeichnerisch dar. Die "Zupprmandor" haben die Show zwar nicht gewonnen, dafür aber die Herzen vieler Zuschauer und auch die Jury zeigte sich beeindruckt von den beiden.
Der Doggi ist definitiv kein Mitläufer und Trends lassen ihn unbeeindruckt. Gesundheit und Ernährung sind ihm sehr wichtig. So ist er Zeit seines Lebens talentfrei für Drogen gewesen und über die "Modeerscheinungen" sich vegetarisch, vegan, low carb oder wie auch immer zu ernähren, kann er nur schmunzeln. Immerhin ist er bereits seit 30 Jahren überzeugter Vegetarier und nicht erst seit es jeder macht.
Die Stunde verging wie im Flug und seine Überzeugung stets seine Meinung zu äußern, Spaß am Leben zu haben und auch aus negativen Erfahrungen oder Fehlern etwas zu lernen, hat bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Elisabeth Stürz
Öffentlichkeitsarbeit