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Geschichte

Im Herbst 1983 wurde das Schulgebäude mit fast 40.000m³ am Fischzuchtweg in Brixen bezogen. Vorher wurden die Südtiroler Lehrlinge des Gastgewerbes, ebenso die Bäcker-, Metzger- und Konditorenlehrlinge in Bozen ausgebildet.
Die neue komfortabel und funktional eingerichtete Schule in Brixen war bald schon zu klein. So wurde für die Koch- und Servierlehrlinge der westlichen Landeshälfte Südtirols eine Ausbildung im Ex-Hotel Savoy in Meran angeboten (ab dem Schuljahr 1987/88) und unsere Schule in Brixen geringfügig erweitert (1989/90).

Emma HellensteinerWir haben unsere Schule auf den Namen einer engagierten Gastwirtin getauft. Sind es doch vielfach die Wirtinnen, die die tragenden Säulen in den gastgewerblichen Betrieben sind.
Emma Hausbacher, verheiratet Hellenstainer, wurde 1817 in St. Johann in Tirol geboren und starb 1904 in Meran. Als Adlerwirtin in Niederdorf im Pustertal war sie eine Pionierin in der Frühphase des alpinen Tourismus.

Auf ihre Anregung hin wurde 1869 die Alpenvereinssektion Niederdorf gegründet, einer der ersten Alpenvereine im damaligen Österreich. Die tüchtige Adlerwirtin verstand es, neue Gästeschichten anzusprechen. Ihr Gastbetrieb wurde zu einem bekannten Anziehungspunkt und erhielt den Namen "Hotel Emma".
Die Frau verfeinerte die typisch bodenständige Pusterer Kost durch die Einführung einer gehobenen Küche nach dem Geschmack der Biedermeierzeit. Die "weltbekannte Emma Hellenstainer" wollte sogar Kaiser Franz Josef I. selbst anlässlich der Verleihung des Goldenen Verdienstkreuzes sehen.

Emma Hellenstainer, die früh Witwe wurde, begeisterte auch ihre Kinder für das Gastgewerbe. Sie waren Motoren im Tourismus Südtirols um die Jahrhundertwende. Ihr Sohn Eduard erbaute 1897 das Hotel "Pragser Wildsee" und Sohn Hermann eröffnete 1907 in Meran das Hotel "Emma". Auch das Hotel "Stadt München" in Meran und die "Post" in Spondinig gehörten zum weitverzweigten Familienbesitz der Hellenstainer.